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Gottesdienst zum 3. Fastensonntag

Impuls vom 7.3.2021

Hören Sie den Gottesdienst zum Gottesdienst zum 3. Fastensonntag:

 
Wanderschilder

Begrüßung

Es ist wieder Sonntag.
Wir begrüßen Sie zur Feier unserer Liturgie mit diesem Podcast.

Lied

Gotteslob 450 – Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht

Einführung

"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein...“

Unser Leben spielt sich jedoch unter den Wolken ab.
Und was ist dort mit der Freiheit? -

Die Weisungen Gottes für unser Leben sind uns gegeben,
weil Gott uns als freie Menschen achtet.

Er gibt uns seine Weisung, um unser Leben zu öffnen.

Kyrie

Gott,
du hast uns für die Freiheit geschaffen.

Jesus Christus, du hast uns von neuem Gottes Freiheit gebracht.

Heiliger Geist, du machst unser Leben für immer frei.

Herr, erbarme dich unser und unserer Welt!

Gebet

Gott,
deine Gebote sind für uns letztlich allein gültig.
Wenn wir dein Wort an uns heranlassen
dann erkennen wir,
dass du uns nicht unterdrücken willst,
sondern befreien.
Wir danken dir.

Lesung

Exodus 20, 1-17

Impuls

 

Glauben

Gotteslob 806 - Wenn Glaube bei uns einzieht

Fürbitten

Wir bitten Gott

 

• für alle, die meinen, deine Gebote würden ihr Leben einengen
• für uns alle um Freude an deinen Geboten, die uns Lebensraum und Freiheit eröffnen wollen
• für die Juden und Christen, die in den Schriften des ersten Testaments gemeinsam deine Geschichte verehren

Vater unser

beten

Lied

Gotteslob 805, 2. Str. – Freiheit ist nicht nur ein Wort

Gebet

Gott,
du hast uns dein befreiendes Wort zugesprochen.
Mach uns fähig, die Freiheit weiterzugeben,
die wir von dir empfangen.

Segen

Gott segne und behüte uns
Der Vater und der Sohn und der Hl. Geist.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie in der kommenden Zeit den weiten Atem Gottes und seine Nähe erfahren.

weitere Impulse

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AMEN – DER GRÜNE HAKEN

Wenn ich im Internet eine neue Seite anklicke, muss ich erst die „Cookies“ bestätigen. Wenn ich in der Bank beraten worden bin, muss ich unterschreiben, dass ich mit allem einverstanden war.

Jemand schaut auf sein Smartphone

Wenn ich bei einer Bestellung meine Adresse eingebe, unterstreicht ein grünes Häkchen deren Richtigkeit. Grüner Haken, Unterschrift, ein „ok“ – all das sagt: so ist es, ich bin einverstanden, alles klar.

Diese Bestätigung setze ich mit dem „Amen“ unter jedes Gebet.

In den Gottesdiensten zu Corona-Zeiten ist das fast die einzige Möglichkeit der Beteiligung: „Amen“ – das gemeinsame und eigentlich doch vor allem mein eigenes „Ja“ zu dem Gesagten.

Wir setzen unseren grünen Haken unter das Gebet – so soll es sein, Gott.

Für die Gemeindeleitung:
Angelo Scholly

Leitgedanken-Archiv

Eine starke Zäsur nach langer Zeit: Abschied

Pfarrer Josef Voß

Vor 25 Jahren bin ich zum Pfarrer in St. Martinus ernannt worden, vor 23 Jahren zum Pfarrer in St. Heinrich, vor 10 Jahren zum Pfarradministrator - und anschließend Pfarrer - in St. Laurentius. Jetzt habe ich nach vielen Erwägungen und Gesprächen den Bischof von Aachen gebeten, mich von diesen Ämtern zu entbinden. Der Bischof hat diese Bitte um Entpflichtung zum 1. September 2021 angenommen.

Der Grund für meine Bitte um Entpflichtung liegt auf der Hand: Die Kraft reicht nicht mehr aus.

Pastor sein ist so vielschichtig: Verkündigung des Glaubens, Begleitung von Menschen – vor allem in Krisen- und Leidsituationen, Spendung der Sakramente, offen sein für konkrete Anfragen und Bedürfnisse, Nachgehen von Enttäuschten, Befriedung von Konflikten, Zusammenhalten der Verschiedenen - Pfarreien, Gruppen, Einzelnen; Feiern von Festen, Wertschätzung der Engagierten, Koordinieren von Aufgabengebieten und Interessen, Mitleiden mit den Geprüften, Mitnehmen der Langsamen und Bremsen der Schnellen, Verständnis für die Konservativen und die Progressiven, Brückenbauen, Mut machen, Solidarität bezeugen, repräsentieren, Optimismus ausstrahlen, Überzeugung verbreiten… – und bei all dem sich selbst nicht verlieren. Und dann noch der unendliche Wust an Gremienarbeit, Sitzungen, Protokolle lesen, Kontakte pflegen in die GdG, in die Region, zum Bistum, zu den gesellschaftlichen Gruppen in den Stadtteilen…

Gerne hätte ich meine Entscheidung erst im Alter von 70 Jahren wahr gemacht. Aber das wird nicht gehen. Die Zeit für die starke Zäsur der Veränderung ist jetzt.

Im Leben der Pfarreien wird sich einiges ändern, ohne dass wir heute darüber Genaues sagen können. Fragen stehen im Raum: Wird ein neuer Pfarrer kommen? Wäre er bereit, das Gemeindeleitungsmodell, das wir seit 2012 praktizieren, fortzuführen? Oder gibt es alternative Modelle ohne Pfarrer – für eine kurze oder längere Zeit? Welche Rolle spielt dabei der in 2021 zu Ende gehende Bistumsprozess?

In meinem Leben wird sich ebenfalls einiges ändern. Auch für mich stehen viele Fragen im Raum: Wie wird es weitergehen? Wo kann ich meine Hilfe anbieten und seelsorgerisch tätig sein? Wie sieht mein letzter Lebensabschnitt aus? Im Moment gibt es auch hier noch keine Klarheit.

Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Erleichterung darüber, dass ein Ende der Überforderung in Sicht ist, und der Wehmut darüber, dass ich zum September unsere Gemeinden werde verlassen müssen. Aber es gibt keine Alternative zu der gefällten Entscheidung.

Ich habe die Gemeindeleitung über meine Entscheidung und die Zustimmung des Bischofs informiert, ebenfalls die drei Kirchenvorstände. Ich hätte es gerne genauso in den Gottesdiensten Mitte Januar persönlich für die Anwesenden getan. Aber die Einschränkungen wegen der Pandemie haben es mir verwehrt. Deshalb soll diese Nachricht im DreiKlang und im Internet nun alle übrigen erreichen.

Ich bitte sehr um Verständnis für meinen Schritt, der mir schwer fällt, aber auch richtig erscheint. Ich setze auf möglichst viel Normalität für die Zeit, die uns noch miteinander bleibt.

So schaue ich mit Weh-Mut in die Zukunft und grüße alle sehr herzlich!

Josef Voß

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