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Leitgedanken

Im Buch "35 Jahre Miteinander" hat Dr. Herbert Pichler die Leitgedanken von Pfarrer Wilhelm Jansen aus in den Pfarrbriefen von St. Laurentius, die 35 Jahre lang jeden Monat neu inspiriert haben, zusammengefasst.

Hier sind alle Leitgedanken aus den Pfarrbriefen seit Juni 2009 zu finden:

Absprung

Skispringer

Schon lange fasziniert mich der Absprung eines Skispringers. Er ist eine der wichtigsten Phasen des Schanzensprunges.

Bei hoher Geschwindigkeit und maximaler Anspannung des ganzen Körpers versucht der Sportler, zum optimalen Zeitpunkt in die beste Flugposition zu gelangen. Ein Top-Sprung mit Rekordweite setzt einen guten Absprung voraus.

Das Jahr 2021 liegt vor uns. Wir sind im Anlauf und nähern uns dem Schanzentisch; der Blick nach unten zeigt: verdammt hoch!

Es ist zu spät zum Hadern und Zögern, zu spät für lange Diskussionen und endlose Abwägungen.

Jetzt kommt es drauf an: der Absprung. Den richtigen Moment nicht verpassen, das Tempo optimieren, die Anspannung wollen, Mut beweisen. Der Blick ist nach vorne gerichtet; die Zielgerade fest anvisiert. Das jahrelange Training zahlt sich aus. Der Trainer weiß, zu welchen großartigen Sprüngen sein Schützling in der Lage ist.

Ich wünsche uns allen Mut, den Sprung in das neue Jahr zu wagen. Es wird uns kalte Luft um die Ohren wehen, wir werden Gegenwind zu spüren bekommen. Doch wer einmal Anlauf genommen hat, der muss nach vorne schauen. In unseren Gemeinden heißt es nun, die Herausforderungen anzunehmen und die zukunftsweisenden Veränderungen anzupacken. Nicht jeder Sprung kann ein neuer Rekord sein, aber mit Gottvertrauen schaffen wir TOP-Sprünge.

Gottes Segen für das Jahr 2021!

Für die Gemeindeleitung: Gerlinde Lohmann

Fragen + Antworten

Kind im Karnevalskostüm

Was? Wann? Wie? Wo? Mit wem?
Jede Menge Fragen.
Unsicherheit heißt der Weg in diesen Tagen.
Das muss man aushalten.
Das ist verteufelt schwer.

Etwas gegen die Fragen stellen.
Das wäre gut.
Geduld aufbringen,
solange es eben geht.
Sicherheit vermitteln,
nicht nur zum Schein.
Liebenswürdigkeit verschenken.
Gefühle zulassen,
wohl nicht auf Kosten anderer.
Ordnungen einhalten,
der Verlässlichkeit wegen.
Gleichmut versuchen
gegen den Verdruss.
Nerven beruhigen
durch kleine Aufmerksamkeiten.
Schokolade teilen
und gemeinsam essen.
Schönheit aufstöbern
und sich daran freuen.
Karnevalslieder singen, in der Familie.
Sich verkleiden, des Spasses wegen.
Auf die Liebe anstoßen,
nicht nur am Valentinstag.
Mensch sein lassen
und Mitmensch sein.
Barmherzigkeit über alles stellen.
Das sind Antworten.
Sie sind göttlich gut.

Für die Gemeindeleitung:Josef Voß

AMEN – DER GRÜNE HAKEN

Wenn ich im Internet eine neue Seite anklicke, muss ich erst die „Cookies” bestätigen. Wenn ich in der Bank beraten worden bin, muss ich unterschreiben, dass ich mit allem einverstanden war.

Jemand schaut auf sein Smartphone

Wenn ich bei einer Bestellung meine Adresse eingebe, unterstreicht ein grünes Häkchen deren Richtigkeit. Grüner Haken, Unterschrift, ein „ok” – all das sagt: so ist es, ich bin einverstanden, alles klar.

Diese Bestätigung setze ich mit dem „Amen” unter jedes Gebet.

In den Gottesdiensten zu Corona-Zeiten ist das fast die einzige Möglichkeit der Beteiligung: „Amen” – das gemeinsame und eigentlich doch vor allem mein eigenes „Ja” zu dem Gesagten.

Wir setzen unseren grünen Haken unter das Gebet – so soll es sein, Gott.

Für die Gemeindeleitung:
Angelo Scholly

Wer wälzt uns den Stein weg?

Da sind sie, drei Frauen.
In aller Herrgottsfrühe.
Unterwegs zum Grab.
Miteinander redend, schweigend und trauernd.

weinende Frau

Unterwegs, um ein letztes Zeichen der Verbundenheit zu erweisen, das sie nötiger haben als der Verstorbene.
Gefangen in ihrer Trauer, erdrückt von der Frage:
„Wer wälzt uns den Stein weg?”
Der ist groß, unverrückbar, fest, die eigene Kraft reicht nicht, selbst zu dritt nicht.

„Wer wälzt uns den Stein weg”
Den Stein der Perspektivlosigkeit, den Stein der Angst, Trauer und Zweifel?
Große und kleine Steine vor den Menschen, zwischen den Menschen.
Steine zwischen Tod und Leben.

Da stehen sie, die drei Frauen vor dem offenen Grab, sprachlos suchend, fassungslos staunend vor dem Stein, der weggewälzt ist.

Manchmal staune ich, wenn schwere Steine ins Rollen kommen.

Ostern – heißt:
die Steine von Gott in Bewegung setzen lassen,

mag es nur für einen Spalt sein –
damit das Licht hindurchleuchten kann.

Ich wünsche Euch und Ihnen allen ein gesegnetes und frohmachendes Osterfest.

Für die Gemeindeleitung:
Tetyana Lutsyk

Pfingstliche Aussicht

Drei Geschwister sind miteinander unterwegs. Die beiden Älteren nehmen das Jüngere in die Mitte und fassen es an die Hand. Aber das Jüngere zieht die beiden Älteren mit aller Kraft nach vorne.

lachendes Baby

Damit hatten diese nicht gerechnet. Denn meistens ist es genau umgekehrt. Doch hier ist das Jüngere der Schrittmacher und lässt nicht locker...
Die Namen der beiden Älteren heißen ‚Glaube’ und ‚Liebe’, das Jüngere heißt ‚Hoffnung’.

Diese pfingstliche Geschichte macht Mut. Denn sie sagt: die Kraft der Hoffnung ist ungebrochen. Während Glaube und Liebe in die Jahre gekommen sind, zieht die Hoffnung sie immer weiter nach vorne.

Das ist wichtig, wenn wir in Krisen leben: in der zähen Pandemie-Krise, in der momentanen Kirchenkrise und in der lange schon anhaltenden Glaubenskrise.

Die Hoffnung zieht uns nach vorne. Sie ist die starke Wirkung eines Geistes aus heiterem Himmel, der uns an Pfingsten heimsucht. Hoffentlich!

Für die Gemeindeleitung: J. Voß

Es geht nicht ohne, es geht nur mit

Stuhl mit Jacke in einer Kirche

ES GEHT NICHT OHNE

Es geht nicht ohne die Treuen, die fest im Glauben verankert sind.

Es geht nicht ohne die Zweifler, die ihre Fragen an starre Glaubenssätze haben.

Es geht nicht ohne die Kritiker, die wachrütteln und Diskussionen anregen.

Es geht nicht ohne die Ehrenamtlichen, die in ihrem Tun die Botschaft Jesu bezeugen.

Es geht nicht ohne die Traditionellen, die dankbar das Gute bewahren.

Es geht nicht ohne die Fernstehenden, die die Kirchengrenzen aufzeigen.

Es geht nicht ohne die Kinder, die die Botschaft Jesu erst entdecken.

ES GEHT NICHT OHNE!
ES GEHT NUR MIT!

Nur mit dem Ringen um die nächsten Schritte in der Pastoral

Nur mit dem Fragen nach der Bedeutung des Glaubens in der heutigen Gesellschaft

Nur mit dem Suchen nach neuen Strukturen in der Kirche

Nur mit dem Respektieren anderer Lebensweisen

Nur mit dem Einstehen für ein solidarisches, gerechtes Miteinander

Kirche – das sind alle!

Auch die anderen.

ES GEHT NUR MIT

Für die Gemeindeleitung: Gerlinde Lohmann

Neue Lebensordnung

Die gleiche Würde für ausnahmslos alle Menschen, die gleiche Freiheit für ausnahmslos alle Menschen, die gleichberechtigte Partnerschaft von Frau und Mann, die Anerkennung aller durch denselben Gott – was für eine Revolution, die das Christentum angezettelt hat!

4 Personen mit unterschiedlicher Hautfarbe Arm in Arm

„Nur einer ist euer Vater - der im Himmel, nur einer ist euer Meister,
ihr alle aber seid Schwestern und Brüder.”
So sagt es Jesus Christus.
So lautet die neue Lebensordnung in der Welt Gottes.

Diese christliche Lebensordnung ist noch lange nicht verwirklicht,
weder in der Gesellschaft noch in der Kirche.
Doch im Kleinen erkenne ich ihre Früchte.
Dafür habe ich hier gelebt, gearbeitet, geglaubt und gehofft.

Es ist mein Herzenswunsch, mich jetzt so von euch allen zu verabschieden:
Gottes Segen über euch, Schwestern und Brüder!

Euer Bruder Josef

Sie haben die Wahl!

Wahlurne

Wussten Sie, dass ein Mensch durchschnittlich am Tag tausende Male zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auswählt?

Wussten Sie, dass viele Frauen und Männer die Chance gewählt haben, sich in den Gemeinden unserer GdG ehrenamtlich zu engagieren?

Wussten Sie, dass auch Sie selbst die Wahl haben, das Evangelium in der heutigen Zeit lebendig zu gestalten?

Wussten Sie, dass zurzeit keiner die Institution Kirche schönzureden vermag, aber Sie wählen dürfen, ob sie „schöner” wird?

Wussten Sie, dass Sie demnächst die Wahl haben und mitbestimmen, wer Ihre Gemeinde in der Gemeindeleitung vertritt?

Wussten Sie, dass die Kandidaten und Kandidatinnen in den Pfarrgremien auf Ihre Wahlbeteiligung setzen?

Wussten Sie, dass Sie die Wahl haben?

Machen Sie bitte von Ihrer Wahl Gebrauch!

Für die Gemeindeleitung Marion Grande und Gerlinde Lohmann

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Würfel fallen aus einem Lederbecher

Oft habe ich mich gefragt, wie es weitergehen mag? In der Gesellschaft sind jetzt die Würfel gefallen. Nun steht die Frage an, wie positioniert sich die Kirche vor Ort.

Oft frage ich mich: Woher beziehe ich meine Kraft? Immer wieder konnte ich spüren, dass mir Kirche vor Ort mit ihrem „Programm” Energie zu geben vermag.

Oft frage ich mich: Bin ich interessiert daran, wie es morgen weitergehen soll mit unseren Gemeinden oder verbleibe ich lieber im Gestern oder Heute? Immer wieder konnte ich feststellen, wie lohnenswert es ist, sich für traditionelle aber auch zukunftsorientierte Ideale einzusetzen!

Oft frage ich mich: Bin auch ich dazu bereit, dafür etwas einzusetzen? Möglichkeiten dazu gibt es zum Beispiel in den Gremien. Immer wieder überlege ich...

Dann denke ich: Ich gebe zumindest meine Stimme bei der Wahl!
Wie gut, dass es sie gibt!

So könnte es weitergehen! Wir alle haben die Wahl,
wenn es heißt Gemeindeleitung und Pfarrgremien neu aufzustellen.
Wie schön wäre es, wenn es weitergeht mit unserem verheißungsvollen „Programm”.

Für die Gemeindeleitung: Gregor Jeub