Pfarre St. Laurentius

Leitgedanken

Im Buch "35 Jahr Miteinander" hat Dr. Herbert Pichler die Leitgedanken von Pfarrer Wilhelm Jansen aus in den Pfarrbriefen von St. Laurentius, die 35 Jahre lang jeden Monat neu inspiriert haben, zusammengefasst.

Hier sind alle Leitgedanken aus den Pfarrbriefen seit Juni 2009 zu finden:

„Öffnet das Fenster…” – 2017 beginnt!

Fenster

Der Januar ist nach dem römischen Gott Janus benannt. Dieser wird auch der „Gott der Türen und Tore” (heutzutage vielleicht auch der Fenster), „der Ein- und Ausgänge” oder „des Anfangs und des Endes” genannt. Die Mythologie spricht ihm zwei Gesichter zu, eine Blickrichtung nach vorne gewandt, die andere nach hinten.

Wir blicken zurück in ein hinter uns liegendes Jahr 2016, mit Freude und Leid, weltbewegenden Ereignissen und Veränderungen und ganz persönlichen Höhepunkten und Niederlagen. Und wir blicken hoffnungsvoll in das vor uns liegende Jahr 2017. Was lassen wir zurück? Was erwartet uns? Sicher ist nur, es wird nichts bleiben, wie es war. 2017 ist nicht 2016. Aber auch wenn der Januar der Monat des Janus ist, so ist das Jahr 2017 wieder ein „Anno Domini”, ein Jahr des Herrn. Gott ist der Herr der Zeit.

Dieses (Kirchen-)Jahr steht unter dem Leitwort „Öffne das Fenster”. Probieren Sie es mit uns aus: Öffnen wir im neuen Jahr gemeinsam immer wieder für Gott große und kleinere Fenster in uns, um das Leben neu zu entdecken. Lassen wir uns zuversichtlich mit

Für die Gemeinde­leitung
Wolfgang Oellers

Die Kraft des Alters

Alter

Sie hießen Simeon und Hanna,
waren alte Menschen in Jerusalem.
Sie warteten auf Rettung,
sehnten sich nach Heil.
Sie begegneten Jesus,
spürten die Erfüllung ihrer Hoffnung.

Alt werden – das möchten viele von uns; doch alt sein – ist nicht immer leicht. Der eigene Tod rückt näher und mit dem Abschiednehmen am Grab geliebter Menschen stirbt die gemeinsame Zukunft mit.

Doch das Alter hat auch seine Kraft: Die durchlebten Höhen und Tiefen des Lebens machen Menschen reich an Erfahrungen. Sie behalten die Zuversicht in scheinbar unlösbaren Schwierigkeiten und gewinnen die Weisheit, das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden zu können. Das Leben hat sie gelehrt, dass Warten sich oftmals lohnt und Gott seine Versprechen hält.

Die Welt wäre arm ohne den Reichtum der Alten.

Für die Gemeinde­leitung
Gerlinde Lohmann

Vorbei sind Feiern, Fröhlichkeit, der Karneval, ...

Gesicht

Vorbei sind Feiern, Fröhlichkeit,
der Karneval, der geht nun heim.
Was nun beginnt, ist Fastenzeit,
und doch: das Vorwort steht im Reim.

Es muss ja nicht alles dunkel sein,
in dieser Zeit, die anders ist.
Es muss ja nicht alles traurig sein,
auch wenn du eher be-denk-lich bist.

Bedenke, Mensch, nur Staub bist du –
der Satz ist bitter und macht klein.
Doch lässt er keine rechte Ruh,
denn kritisch sollst du mit dir sein.

Das Leben wie von außen sehn,
das eigene, das du betrachtest.
Mal prüfen, wo du gut kannst stehn
und ob du auch den Nächsten achtest.

Was ist dein Platz? Was kannst du tun?
Wo musst du nochmal neu beginnen?
Gibt es auch Zeit, sich auszuruhn?
Was können 40 Tage bringen?

Ich wünsche Zeit zur In-sich-Kehr,
ohne das Leben-Lieben zu versäumen.
Es wächst die Freude mehr und mehr,
bald schon kannst du von Ostern träumen...

Für die Gemeinde­leitung
Angelo Scholly

Gesicht

Das sollen Gottesdienste sein???
Ja – das sind sie – und ob!!!

Gesichter

Waren Sie schon einmal da?
Bei den Wortgottesfeiern in St. Laurentius oder in St. Martinus?
Beim Abendlob in St. Heinrich?
Oder in der Atempause, der „Stillen Zeit” in St. Laurentius?

All das sind vielfältige Möglichkeiten, in unseren drei Gemeinden gemeinsam Gottesdienst zu feiern und miteinander zu beten.
Weil jeden Monat engagierte Menschen ihre Gedanken und Ideen umsetzen – wirklich beachtenswert.

Vielleicht erleben Sie dabei etwas Neues, etwas Erfrischendes oder sogar Spannendes.

Trauen Sie sich auch ruhig, Rückmeldung zu geben.
Sie dürfen nicken oder mit dem Kopf schütteln - also kritisch sein -, lächeln und natürlich etwas sagen.
Eine Reaktion - in welcher Form auch immer - tut auf jeden Fall gut.

Seien Sie einfach neugierig.
„Öffnen Sie sich” und gehen Sie mal woanders hin.

Sie werden sehen: Es ist eine Bereicherung!

Für die Gemeindeleitung
Mechthild Bergedieck

Apropos Christi Himmelfahrt…

Kennen Sie schon die „App2Heaven”?
Frei übersetzt heißt dies „Ab zum Himmel!

Es handelt sich um eine Smartphone-Applikation, also ein kleines Programm, das mir helfen kann mein Glaubensleben zu managen.

Neben zufällig zur Lektüre angebotenen Bibelstellen, bietet es Impulse zum Meditieren, Glaubenszeugnisse anderer Menschen oder von Glaubensgemeinschaften sowie eine Funktion, die eigenen Gebetszeiten und –anliegen im Blick zu halten.

Außerdem hilft die App, den Tag mit Gott morgens zu planen und abends zu reflektieren.

Beruhigend ist, dass nun auch diejenigen beten können, die den Blick nicht vom Smartphone lassen können. App2Heaven kann in den üblichen Appstores kostenlos heruntergeladen werden.

Noch beruhigender ist, dass Gott auch ohne technische Hilfsmittel immer online ist und mit uns allen unterwegs ist: Richtung Himmel!

Für die Gemeindeleitung
Wolfgang Oellers