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Leitgedanken

Im Buch "35 Jahre Miteinander" hat Dr. Herbert Pichler die Leitgedanken von Pfarrer Wilhelm Jansen aus in den Pfarrbriefen von St. Laurentius, die 35 Jahre lang jeden Monat neu inspiriert haben, zusammengefasst.

Hier sind alle Leitgedanken aus den Pfarrbriefen seit Juni 2009 zu finden:

365 NEUE TAGE

Wunderbar ist es, wenn man ein ganzes Jahr vor sich hat, das man füllen kann nach den eigenen Möglichkeiten.

Füllen mit seinen Talenten, die im Beruf oder zu Hause, bei Freunden oder in Vereinen Freude bereiten und etwas vorwärts bringen. Füllen mit der Möglichkeit zuzuhören, vielleicht sogar zu helfen oder heilsam zu wirken. Füllen mit der Möglichkeit, Stellung zu beziehen im Ortsteil, in Kirche und Gesellschaft. Aber auch an sich denken darf sein: in Ruhephasen, im Urlaub, bei einer Tasse Tee. Die Vielfalt ist groß: Freude und Trauriges wird kommen, kleine Ärgernisse und große Überraschungen, das Leben hält auch 2019 Moll und Dur für uns bereit.

Im Namen der Gemeindeleitung wünsche ich Ihnen erfüllt-sein und auch füllen-können an den 365 Tagen, die vor uns liegen. Und wir
wissen ja: immer mit Gott!
Ihr Angelo Scholly

Traumziele

Bali steht hoch im Kurs, höre ich. Und Südafrika übe eine große Faszination aus. Und Neuseeland, ganz zu schweigen von Costa Rica… Große Reisen sind angesagt.

Die größte Reise führt allerdings nicht rund um den Globus. Sie führt in unser Innerstes.
Wer tritt mir in der Wirklichkeit meines Lebens entgegen, wenn ich nach mir selber forsche?
Wie viel Überraschung birgt die Suche nach meines Wesens Kern?
Wie mutig muss ich sein, mich dem zu stellen, den ich finde?

Ich lasse mich bei meiner Reise zu mir selber vom Februar an die Hand nehmen.
Da ist am 2.2. das Fest des neuen Lichtes Gottes in dieser Welt. So ein Licht tut mir gut.
Da wird am 14.2. der Tag der Verliebten gefeiert. Was für eine herrliche Gelegenheit, meiner Liebe nachzugehen und darin zu schwelgen.
Und am Ende wird es richtig bunt und jeck. Die Exotik des Karnevals reißt mich aus dem Alltag. Sie verführt meinen Trott zum Tanzen und Singen.
Fast wie von selbst komme ich meinem Traumziel näher und genieße mein Leben.

Für die Gemeindeleitung: Josef Voß

Das Ende

Kreuz

Am Ende

  • der Kraft
  • der Beziehung
  • der Hoffnung
  • des Lebens

TOD

Es tut weh! Wichtige Eckpunkte, die das Glaubensleben prägten, sind vom Fortbestand bedroht. Im bistumsweiten Veränderungsprozess erleben sich viele Gemeinden vor Ort als verloren. Die Zahl der am Gemeindeleben aktiv Beteiligten nimmt ab und das Wort „ressourcenorientiert” kommt ins Spiel. Ehrenamtliche und hauptamtliche Menschen engagieren sich über ihre Kräfte hinaus. Die kirchlichen Strukturen sind im Umbruch, das Suchen nach neuen Wegen erfordert Mut – die Bereitschaft, den Fuß auf ungewisse Pfade zu setzen. Es gibt keine Kirche der anderen, die Kirche Jesu Christi sind wir selbst. Es kommt drauf an!

Vom Ende

  • kommt Kraft
  • kommt Beziehung
  • kommt Hoffnung
  • kommt Leben
  • kommt Er

AUFERSTEHUNG

Für die Gemeindeleitung: Gerlinde Lohmann

WO IST DER MENSCH?

WO – In der Menge. Umjubelt wie ein König. Aber nicht auf dem hohen Ross. Auf einem Esel. Dem Tier der einfachen Leute. Schau hin auf den Menschen am Palmsonntag.

IST – Er ist, was du isst. Das Abendmahl mit Brot und Wein. Für dich. Für alle. Da ist der Mensch. Niedrig und schlicht. Man kann Mahl halten mit ihm. Am Gründonnerstag.

DER – Der da! Am Kreuz. Er hängt ohne Hoffnung. Er bleibt. Mehr tot als lebendig. Hältst du es aus mit diesem Menschen? Am Karfreitag?

MENSCH – Das Grab ist nicht mehr verlässlich. Es ist leer. So geht das doch nicht. Oder geht es nur so seit Ostern? Geht der Mensch in das Leben? Geht er wieder, der Mensch? Geht es wieder, das Leben?

Freu dich auf Ostern! Finde den Menschen im Leben!

Für die Gemeindeleitung:
Josef Voß

WIR sind König, DU und ICH!

Wir sind König

Vielleicht klingt es vielen in den Ohren, wie fröhlich die Kommunionkinder in diesen Tagen ihr Mottolied zur Erstkommunion singen.

Der Text geht ihnen dabei leicht über die Lippen:

K-Ö-N-I-G: wir sind König, du und ich!
K-Ö-N-I-G: mit Jesus sind wir königlich!
K-Ö-N-I-G: wir sind Rex und wir sind King!
K-Ö-N-I-G: wir loben ihn, komm und sing!

Unbefangen kommt in dem Lied das „WIR” zum Ausdruck. Jedem will es sagen: „DU und ICH” bilden eine unerlässliche Gemeinschaft über alle „Sprach”-Grenzen hinweg. Schön wäre es, ließen sich alle begeistern von dem, was die Kinder uns singend sagen. Besser noch, wenn es allen frei und ehrlich aus dem Herzen über die Lippen geht: „WIR sind König, DU und ICH”!

Oder bleibt es nur ein schöner Traum, der vom friedlichen Miteinander singt? Es stellt jedenfalls eine Chance für alle dar, würde das „WIR” mehr Gestalt annehmen – und das nicht nur bei uns, sondern überall! Eine Herausforderung auch für mich?!

Für die Gemeindeleitung:
Gregor Jeub

„Was keiner wagt, das sollt ihr wagen…”*

das sollt ihr wagen

…so schreibt der kürzlich verstorbene Theologe Lothar Zenetti in einem seiner Texte, der von Konstantin Wecker so wunderbar vertont wurde.

Welche Wagnisse sind hier eigentlich gemeint? Was sollten wir im Leben unbedingt wagen? Ist es der Bungeesprung, das Gehen über brennende Kohlen oder sind es andere, scheinbar spektakuläre Dinge, die Bewunderung und Anerkennung nach sich ziehen?
Ich denke nicht…Vielmehr erinnern uns die Zeilen des Textes daran, dass wir Christenmenschen dazu aufgerufen sind, in unserem Alltag „Sprünge” zu wagen und zwar in ganz banalen Dingen, die uns unter Umständen nicht immer leichtfallen. Und genau das hat uns Jesus Christus vorgelebt, indem er:

  • einen Kranken am Sabbat heilt,
  • auf den Zöllner Zachäus zugeht und mit ihm isst,
  • die Samariterin am Jakobsbrunnen anspricht und sie um Wasser bittet.

…wagen wir also die Nachfolge dieses Jesus von Nazareth, seien wir mutig, unorthodox und unbequem, aber vor allem wagen wir uns an unsere Nächste und unseren Nächsten. Klingt einfach, ist es allerdings manchmal nicht.
Wagen wir uns, den Menschen ins Zentrum zu stellen, so wie Er es getan hat!

Oder um es mit Worten von Lothar Zenetti zu sagen:

„Wo alles dunkel ist, macht Licht!”*

Für die Gemeindeleitung:
Katharina Rexing

Der Ferienzeit entgegengehen

Die meisten von uns sehnen sich schon den Ferien entgegen.

Nur noch einige wenige Tage trennen uns von dieser im Jahreskreis besonderen Zeit. Die meisten warten gespannt auf ihren Urlaub, die anderen versuchen zumindest, den Gang runter zu schalten, wiederum andere empfinden diese Zeit als Leerlauf.

Jede und jeder von Ihnen wird einer Beschäftigung nachgehen, durch die man etwas Abstand zum Gewohnten gewinnen, auf das Vergangene zurückblicken, vielleicht auch eine Zwischenbilanz ziehen oder auch unsere inneren Ressourcen wieder auffüllen kann… Oder einfach nur die Seele baumeln lassen, bevor man zur vollen Betriebsamkeit zurückkehrt: Ob es Zeit mit Ihrer Familie oder mit den wichtigen Menschen ist, oder ob es Ihre Lieblingsbeschäftigung ist, zu der Sie im Alltag kaum noch kommen. In dieser Zeit dürfen wir einfach nur da sein, uns darüber besinnen, was uns die Energie gibt und nicht nur was diese von uns verlangt.

Ich bin sehr froh und dankbar für das Geschenk dieser besonderen Zeit. Sie zeigt, dass wir mehr sind, als nur berufstätige, leistungsorientierte Wesen sind, und dass zu unserem Leben noch mehr gehört, als nur Arbeit, Leistung, Hektik, Kalenderdiktat.

Die Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis zeigt uns, dass zu den Zeiten des Schaffens auch die Zeiten der Ruhe gehören. So kehre ich in Gedanken zu dieser biblischen Geschichte zurück, in der das Wort „segnen” vorkommt und so viel bedeutet wie „Heilskraft / heilschaffende Kraft” vermitteln.

„Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk erschaffen hatte.” (Gen 2,1)

Wir dürfen auch diese Zeit als eine Zeit der heilsamen Unterbrechung erleben. Vielleicht ist dies auch ein Grund, mit einem dankbaren Auge darauf zu schauen, was unser Leben neben Arbeit, Job und Betriebsamkeit ausmacht.

Ich wünsche Ihnen allen gesegnete und erfüllte Ferienzeit.

Tetyana Lutsyk
Pastoralreferentin