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Leitgedanken

Im Buch "35 Jahr Miteinander" hat Dr. Herbert Pichler die Leitgedanken von Pfarrer Wilhelm Jansen aus in den Pfarrbriefen von St. Laurentius, die 35 Jahre lang jeden Monat neu inspiriert haben, zusammengefasst.

Hier sind alle Leitgedanken aus den Pfarrbriefen seit Juni 2009 zu finden:

"Mit meinem Gott springe ich über Mauern"

Psalm 18,30

"Mit meinem Gott springe ich über Mauern!", so lautet das Thema der diesjährigen Kommunionvorbereitung. Diese Erfahrung, die uns der Psalmenschreiber mitteilt, kann auch den Kindern und Familien in unserer Gemeinde zeigen, dass Gott in der Bewegung, im Sprung mit dabei ist. Mit ihm überwinden wir Mauern.

"Mit meinem Gott, springe ich über Mauern!" Diese Zuversicht wünsche ich Ihnen und mir für das Jahr 2011.
Stellen sich uns Mauern in den Weg - Gott ist mit dabei, beim großen und beim kleinen Satz, den wir zu ihrem Überwinden wagen. Und: Ist die Mauer zu hoch, kann ein Luftballon helfen.

Jede und jeder ist gemeint, hinaus zu gehen und es zu wagen.

Christa Baggen

Schon da

Wo man Gott finden könne, ist eine alte Frage der Menschen. So vielfältig die Frage formuliert werden kann, so vielfältig erscheinen mir die Antworten. Wir haben aus dieser Frage ein Problem gemacht. Fachleute schreiben Bücher darüber und füllen damit die Regale.

Die Bibel ist da viel unkomplizierter. Sie sagt: In Gott leben wir und bewegen wir uns. Dann kann man also auch sagen: Wo wir sind - Gott ist um uns. Wohin wir gehen - Gott ist schon vorher angekommen. Wen wir treffen - in ihm finden wir Gott wieder. In welche Situation wir geraten - Gott kennt sie bereits.
Man muss nicht beten, um bei Gott zu sein. Man muss nicht Gutes tun, um ihm nahe zu sein. So wichtig das Eine wie das Andere ist - nicht wir Menschen sind es, die die Beziehung mit Gott ermöglichen.

Gott ergreift die Initiative. Das ist sehr beruhigend: Gott ist schon da - vor unserem ersten Atemzug, vor unserem ersten Gedanken.
An uns ist es wahrzunehmen, was unser Leben einbettet wie in ein großes Licht: Gott ist schon da.

Josef Voß

Das "Wir-Gefühl"

Ich spüre oft, dass mir das Gefühl "dazu zu gehören" oder sich in einer Gruppe heimisch zu fühlen sehr gut tut. Es schafft Freundschaft und ein tolles "Wir-Gefühl". So ein Gefühl tut auch gut in einem Ort - wenn wir uns als Horbacher oder Richtericher fühlen, oder wenn wir in den Ortsvereinen zu Hause sind. Wenn wir jetzt im Karneval in den tollen KGs "unseren" Stadtteil wiederentdecken oder wenn wir unsere Freundschaften und Verbindungen auch (nicht nur, aber eben auch) vor der Haustüre haben - das ist ein prima Gefühl.

"Unser Dorf hat Zukunft" - diese Aktion wird in Horbach sicher in diesem Jahr zu schönen gemeinsamen Ideen führen.
Natürlich gehört zum "Wir-Gefühl" auch, wenn wir die Kirchengemeinde als Heimat empfinden oder neu erspüren. Wenn wir uns als "wir in St. Heinrich" und "wir in St. Martinus" verstehen, dann ist dies eine tolle Basis, aus der Aktivitäten und gutes Arbeiten entstehen.

Wenn wir künftig mit St. Laurentius enger zusammenwachsen, dann soll das beschriebene Gefühl nicht Mauern setzen, sondern helfen, dass jede Gemeinde in sich gestärkt einen gemeinsamen Weg geht, bei dem alle ihre Wurzeln haben, aber den Blick gemeinsam in die neue Zeit richten.

Angelo Scholly

Zeige Deine Wunden!

Jesusbild

Gedanken vor dem Auferstandenen in der Krankenhauskapelle
Du sitzt mir gegenüber, ich erkenne in dir den auferstandenen Christus.
Ich sehe aber auch die Wunden an Deinen Händen, Füßen, am Körper.
Auf Deinem Schoß die geöffneten Hände mit der Dornenkrone.
So wirst Du fassbarer für mich. Diesem Anblick muss ich standhalten.
Ich darf mich nicht darüber hinweg täuschen, was man Dir angetan hat,
was man Menschen immer wieder antut.

Dein Schrei muss hörbar bleiben:
"Mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" Und der Schrei aller muss hörbar bleiben: ihre Not und ihre Schmerzen, ihr Weinen und Klagen. Willst Du mir sagen: Nur so darfst du Ostern feiern!?

Christus, ich sitze Dir gegenüber und sehe Deine Verletzungen. Das ermutigt mich, auch meine Verletzungen nicht zu verbergen, Dir meine Wunden zu zeigen.

Christa Baggen

Besuch

Wenn Besuch da ist, fragen wir: Was kann ich Dir anbieten? Und dann wird nach Wunsch aufgetischt.
Der Bischof kommt zu Besuch im Mai 2011. Was können wir ihm anbieten? Eine Vielzahl von ehrenamtlich engagierten Menschen, die die Gemeinden lebendig halten. Hauptamliche, die die Ehramtlichen unterstützen. Offenheit für die Anliegen in Horbach, Laurensberg und Richterich, die die Menschen bewegen. Freude am Glauben. Sehnsucht nach Leben und nach einer gerechten Zukunft für alle.
Ist das schön gefärbt, damit der Bischof einen guten Eindruck erhält? Ganz und gar nicht! Aber es ist nur die eine Seite.
Auf der anderen Seite sehe ich: Irritationen um Entscheidungen, die der Bischof selber oder seine Verwaltung uns aufgedrückt haben. Frust durch eine schlechte Kommunikation und das Wegbrechen von Vertrauen zwischen denen, die doch miteinander den Weg in eine menschlichere Welt gehen sollten.
Und weiter: Unsere Pläne nach einer gemeinschaftlichen Leitung für unsere Gemeinden, damit sie auch in weiterer Zukunft bestehen. Unser Wunsch nach einer verantwortlichen Beteiligung von allen Getauften in der Gestaltung unseres Gemeindelebens.
Wenn der Bischof kommt, werden wir ihm ehrlich die Dinge sagen. Er wird mit Vielen sprechen. Vor allem wird er 65 Jugendlichen das Sakrament der Firmung spenden. Sie sind die Verantwortlichen von morgen. Und mit ihnen werden wir dem Bischof den Wunsch nach einer lebendigen Zukunft für unsere Gemeinden auftischen.

Josef Voß

...und mit deinem Geist.de

Ich merke es deutlich: das Internet und dessen Möglichkeiten haben mein Leben verändert. Neben dem täglichen Gebrauch z.B. zum Verwalten der E-Mails und zum Onlinebanking nehmen auch die "Social Networks", allen voran Facebook Zeit und Raum ein.

Es ist toll, dort alte Kontakte aus Schule, Jugendarbeit und Studium wieder zu treffen. Ruckzuck hat man neue "Freunde" gefunden, wobei diese Freundschaften ja dann in der Regel virtuell bleiben. Man gibt selber einiges von seinem Leben preis, unterstützt dies mit Fotos und Kommentaren und liest auch von anderen vermeintlich Wichtiges und Entbehrliches.

Oft ertappe ich mich dabei zu glauben, ich wüsste dadurch mehr von den anderen als vorher - aber der Einblick in das Innere, in die "Geisteshaltung", die bleibt natürlich verwehrt. Dieser Geist, das Persönliche, das "Nicht-Virtuelle" das macht Leben aus.
Dieser Geist lässt uns Entscheidungen treffen, dieser Geist prägt das reale Leben. An Pfingsten wird uns dies vielleicht besonders vor Augen geführt.

Gibt es bei Facebook eigentlich eine Gruppe zum "Heiligen Geist"?
"Gefällt mir", würde ich da anklicken.

Angelo Scholly

Bunt und vielfältig ist der Sommer

Bunt und vielfältig, wunderschön und doch sehr verletzt und zerstört ist unsere Erde. Schwarz, braun, gelb, weiß, rot, groß, klein, dick, dünn sind die Menschen auf dieser Erde. Bunt und verschieden. Im Sommer verlassen wir unsere Häuser, fahren in die Ferien und sind fasziniert von anderen Ländern und Kulturen. Aber auch vor unserer Haustür leben Menschen aus unterschiedlichsten Ländern. Kennen wir sie? Mit einigen von ihnen ist das Zusammenleben nicht immer leicht. Doch könnten wir uns auch auf die Reise machen in unsere Stadt, um fremde Menschen, fremde Kulturen, kennen zu lernen.

In Aachen gibt es die unterschiedlichsten Religionen und religiösen Gemeinschaften; viele von ihnen sind offen für Besucher. Die orthodoxen Christen, die Juden, die Moslems, die Alewiten uvm.

Es könnte sich lohnen, einmal zu sehen und zu hören, wie sie ihre Zusammenkunft, ihr Gebet und ihren Gottesdienst gestalten. Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit des Gesprächs und man kommt in einen Austausch über das Leben in Aachen, über Hoffnungen, über den Glauben oder über "Gott und die Welt".

Nach so einem Besuch entdecken wir vielleicht viele Gemeinsamkeiten in unseren Wünschen an das Leben. Was für eine schöne Vorstellung, wenn wir anschließend denken könnten: "Ist es nicht faszinierend und bereichernd, dass wir alle zusammen so bunt, verschieden und friedlich in einer Stadt leben?" Dann hätten all die Menschen, die die Angst schüren vor dem Fremden und Unbekannten, keine Chance.

Ich wünsche ihnen einen schönen bunten Sommer.

Christa Baggen

Alltage

TurmuhrDie meisten von uns haben die letzten Wochen sicher besonders gestaltet: Urlaub mit Auto, Schiff oder Flugzeug, Ausflüge in die nähere oder weitere Umgebung, Grillen und Feiern zu Hause, freie Termine, da Kurse und Vereine Sommerpause machten.

Jetzt beginnt wieder der Alltag - frisch gestärkt und gut erholt.
Ich nehme mir vor, auch im Alltag meine Auszeiten zu finden: bewusst und in Ruhe frühstücken, eine kurze Pause am Mittag, Frei-Zeiten genießen...

Das Leben heute ist durch Terminfülle, Angebotsfluten, Medienpräsenz und weltweite Vernetzung hektisch und schnell geworden - seine Inseln der Ruhe muss man sich da freihalten. Ferien im Alltag - und wenn es nur mal 5 Minuten am Tag sind.
So fällt der Start in die Nach-Ferienzeit leichter. Und im Oktober hält der Herbst für uns erneut Ferien bereit - zum Nachtanken.

Frohes Schaffen wünscht

Angelo Scholly

Reif werden

Was übers Jahr gesät und gepflanzt worden ist, muss reif werden. Dann darf geerntet werden. Der Kreislauf der Natur ist ein Symbolgeschehen für unser gemeinschaftliches Leben in unseren Pfarreien.
Wir sind in St. Heinrich, St. Laurentius und St. Martinus in der Anfangsphase des Säens und Pflanzens.
Dazu gehört, dass wir überlegen, wie unsere Gemeinden in Zukunft so geleitet werden können, dass Partnerschaftlichkeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen gewährleistet sein wird.
Dazu gehört auch, dass wir mehr und mehr die Dinge gemeinsam tun. Deshalb feiern wir in diesem Jahr Erntedank zum ersten Mal zu Dritt in Horbach. Außerdem planen wir einen gemeinsamen Pfarrbrief aller Gemeinden, damit jede und jeder schnell alle Informationen zur Hand hat. Schließlich nehmen wir für das kommende Jahr eine Glaubenswoche in den Blick, die die Menschen aus Laurensberg, Richterich und Horbach zu einer intensiven Begegnung und einem tieferen Kennenlernen auf der Basis unseres Glaubens führen soll.

Noch sind wir dabei zu säen und zu pflanzen. Und immer sind daran Ehrenamtliche aus verschiedenen Gruppen sowie Hauptamtliche des Pastoralteams beteiligt. Aber es macht schon jetzt so viel Freude und erzeugt so viel Spannung, dass wir mit großem Schwung an diese schöne Arbeit gehen. Wir hoffen, dass durch unser Mühen Vieles reif werden kann, damit wir alle einmal die Früchte ernten können: Gemeinschaft, Glaubensfreude, Lebensmut.

Josef Voß

Friedhöfe

Orte der gemeinschaftlichen Erinnerung

Erinnerung an Menschen, die vor uns gelebt haben, die uns nahe waren, durch die wir leben.

  • …an Menschen, die unsere Zeit geprägt haben.
  • …an Menschen, die in den Kriegen gestorben sind.
  • …an Menschen, die in den Gefängnissen, Arbeits- und Konzentrationslagern umgebracht wurden.
  • …an Menschen, die…

Gräber stellen die Frage nach dem Sinn. Sie treiben die Sinnfrage auf die Spitze: Lebenssinn nicht nur für das eigene beschränkte Leben, sondern eingebettet in ein größeres Ganzes, das auch die Vergangenheit und die Zukunft mit einbezieht. Sind Gräber auch ein Ausdruck für die bleibende Würde des Menschen?

Christa Baggen

Es geschieht in der Stille der Nacht

In einer Nacht verkünden Engel die Geburt Jesu. Es ist dunkel, die Welt ruht. Das Dunkel der Nacht ist die Zeit der Ruhe, des Träumens, der Erholung vom Tag, um Kraft zu schöpfen für das Kommende.
Mit der Geburt Jesu bahnt sich das Licht seinen Weg zu den Menschen, wird die Nacht hell und verwandelt sich in eine heilige Zeit, sie wird zur Weih-Nacht.

Diese besondere Nacht bringt den neuen Morgen hervor.
Mit IHM beginnt eine neue Zeit, SEINE Zeit.

Zum Jahreswechsel erhellen wir wieder eine Nacht, vertrauend, dass ER auch 2012 unsere Tage hell machen will. Was wird die neue Zeit uns bringen? Werden wir SEINE Gegenwart spüren? Kann uns Weihnachten wieder neu sensibilisieren, uns helfen, selbst in dunklen Zeiten SEIN Licht zu erkennen?

Mit dem Jahreswechsel nehmen wir nach 36 Jahren Abschied vom MITEINANDER, „unserem“ Pfarrbrief. Sie halten also die letzte Ausgabe in Händen. Ab Januar freuen wir uns über den ersten gemeinsamen Pfarrbrief der drei Gemeinden St. Laurentius, St. Martinus und St. Heinrich: DREI:klang!

Immer wenn Neues hoffnungsvoll beginnt, blicken wir dankbar zurück. Ich denke an viele Artikel, Bilder, Leitartikel, Einladungen, Rückblicke, Informationen, Boten, die Druckerei, das Redaktionsteam, Menschen, die mit viel Engagement und Herzblut für ein gutes MITEINANDER gesorgt haben. Danke für alles!
Alles das brauchte es und wir brauchen es weiter, wenn wir auch zukünftig Menschen in Laurensberg, Richterich und Horbach darauf aufmerksam machen wollen, dass Gottes Menschwerdung uns nicht nur zu Weihnachten froh macht.

Gott ist der Herr über Tag und Nacht, gestern, heute und in Zukunft!
In diesem tiefen Vertrauen wünsche ich dankbar für die gemeinsame Zeit allen eine gesegnete Weihnachtszeit und 2012 Gottes reichen Segen!