Pfarre St. Laurentius

Leitgedanken

Im Buch "35 Jahr Miteinander" hat Dr. Herbert Pichler die Leitgedanken von Pfarrer Wilhelm Jansen aus in den Pfarrbriefen von St. Laurentius, die 35 Jahre lang jeden Monat neu inspiriert haben, zusammengefasst.

Hier sind alle Leitgedanken aus den Pfarrbriefen seit Juni 2009 zu finden:

Auf den Spuren der Heiligen Drei Könige

Sternsinger 2014

Vor 2000 Jahren begann die Geschichte des Sterns, dem die Sternsinger noch heute folgen. Männer aus dem Osten machten sich auf, einenneugeborenen König zu suchen.

Der König ist schon da, er liegt in der Krippe. Von ihm künden die Sternsinger, wenn sie sich auf den Weg machen zu den Menschen und die Botschaft von Weihnachten bringen. So werden die Sternsinger zu „Segensbringern”.

Segen bringen die Sternsinger in doppelter Weise: indem sie die Häuser und Wohnungen der Menschen segnen, werden sie auch zu Segen für Kinder in Armut und Not, für die sie Spenden sammeln.

Für die Gemeindeleitung, die allen ein frohes neues Jahr wünscht

Christiane Jürgens

Liebe Liebenden!

Valentinstag 2014

© S.Kobold - Fotolia.com


Haben Sie am 14. Februar schon etwas vor?

Es ist der Gedenktag des Heiligen Valentinus von Terni, einem römischen Bischof und Märtyrer, der im Jahr 269 in Rom unter Kaiser Claudius für seinen Glauben und seine Gottesliebe hingerichtet wurde.

Lieben Sie auch so sehr, dass Sie Ihr Leben einsetzen würden?

Heute verbinden wir mit diesem Datum eher den Festtag der Verliebten und Liebenden. Eben: Valentinstag.

So oder so geht es um die Liebe. Geht es um Hingabe. Um Leidenschaft. Leben.

Wir wünschen Ihnen daher anlässlich des Valentinstages nie endende Liebe, ewige Geborgenheit, zärtliche Umarmungen, lebenslange Begleitung, hingebungsvolle Leidenschaft, stark machende Sehnsucht und viele sinnliche Momente mit Gott, „Ihrer Göttlichen” oder „Ihrem Göttlichen”.

Für die Gemeindeleitung
Wolfgang Oellers

Geht es auch anders?

Stell dein Leben auf den Kopf und entrümpele dich.
Mach Frühjahrsputz in deinem Innern.
Probiere dich noch mal neu aus.
Denke kreuz und quer.
Finde neue Phantasien.
Verbiege nicht deine Überzeugung.
Tritt ein für das, was du denkst und was du glaubst.
Mache dich stark für das, was wesentlich ist.
Sei Mensch!

Ein paar Ideen, wie wir die Fastenzeit beginnen und leben können.
Das Leben geht meistens auch etwas anders als bisher, als gewöhnlich.
Wir brauchen Mut, um das zu probieren. Auch Kraft.
Wer anders lebt, als er es von sich bisher kennt, der sieht auch andere Seiten.
Besen Der kann nur gewinnen!

Das Leben ist nie nur so, wie es jetzt ist.
Veränderung ist sein Grundgesetz.
Veränderung ist deshalb unser Auftrag.
Die Fastenzeit kommt daher sehr gelegen.
Dein Leben geht vielleicht auch anders.
Teste dich und werde Mensch!

Für die Gemeindeleitung
J. Voß

Begleit-Erscheinung

Begleiterscheinung

Manchmal haben angenehme Dinge leider negative „Begleiterscheinungen”, man könnte auch von „Nebenwirkungen” sprechen.

In der Bibel hören wir immer wieder von „Erscheinungen” – meist sind es Engel, die eine lebensverändernde Botschaft mitbringen.

Aber auch die Jünger auf dem Weg nach Emmaus erkennen später, welch wichtige Begleitung ihnen auf dem Weg erschienen war – das Teilen des Brotes war für die Jünger ein lebens-not-wendendes Zeichen.

Begleiterscheinung




Solche Lebensbegleiter wünsche ich uns auch: Die in den Dunkelheiten des Lebens uns zur Seite stehen, die uns eine gute Botschaft sagen, die uns ein Licht bringen.

Ich wünsche uns offene Augen und Herzen, solche „Begleit-Erscheinungen” wahrzunehmen – und hoffe auf viele positive Nebenwirkungen.

Eine gesegnete Osterzeit wünscht

Angelo Scholly

Gotteslob

Gotteslob

Unser Gebetbuch heißt „Gotteslob”.

Das beschreibt die entscheidende Rolle der Christen in aller Welt:
Gott feiern in Lob und Tat.

Maria, die wir in diesem Monat besonders ehren, singt als Urbild des geheilten Menschen:
„Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.”(Lk 1, 47-49)…
„Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen” (Lk 1, 54). Gleichsam einer Perlenkette des Lobes reiht sich in diesem Lied der Lobpreis Gottes und drängt dazu, mitzusingen.
Wenn Christen am Morgen zusammenkommen, um Gott zu loben, dann mündet ihr Lobpreis ein in das Benedictus des Zacharias. Trifft man sich am Abend, so erreicht das Abendlob seinen Höhepunkt im Magnifikat Marias. Loben ist nicht eine Sonderaufgabe weniger Menschen in der Kirche. Wir alle haben unser ganzes Leben lang Grund, Gott zu loben. Und Gott loben und ihn preisen erschöpft sich nicht.

Deshalb: „Lasst uns loben, freudig loben…” (GL 489)

Für die Gemeindeleitung
Norbert Becker

Wortspiele Heiligtumsfahrt

Heiligtumsfahrt

Heilig
was ist das? … nicht oder doch von dieser Welt – göttlich - menschlich?
wer oder was ist mir heilig? … wichtig - kostbar - einzigartig?
wovon erhoffe ich mir … Heil – Heilung - Heiligung?

Heiligtum
meiner Sehnsucht Raum geben … sie fest-machen … ver-orten

Heiligtümer
mit dem Unbegreiflichen … auf Tuch-fühlung gehen … be-greifen wollen

Bewegung mich bewegen lassen … bewegt sein … mich bewegen

Fahrt
fort-fahren … in Fahrt sein … er-fahren

Heiligtumsfahrt
als heilig verehrte Tücher … oder alte Hüte?
hingehalten, preisgegeben … angeschaut, wahr-genommen?
Gemeinschaftserlebnis … Glaubenserfahrung?

Heiligtumsfahrt Aachen: 20.-29. Juni 2014
Für mich als immer noch Neu-Aachenerin das erste Mal.
Ich bin gespannt. Und Sie?

Für die Gemeindeleitung
Renate Heyman

Auf dem Scheitelpunkt

Sonne

Im Sommer erreicht das Jahr seinen Zenit.
Der längste Tag ist schon vorbei.
Die Sonne überstrahlt alle Himmel.

Die einen machen Sommerpause. Sie schauen an, was das Jahr in der Schule und bei ihrer Arbeit bisher gebracht hat.
Für andere beginnt jetzt die Zeit der Ernte. Sie werden einfahren, was sie gesät haben, was gewachsen und gereift ist.
Wieder andere müssen aushalten in ihren strammen täglichen Pflichten und Verantwortlichkeiten. Da heißt es: Dranbleiben und Aushalten. Das sind die großen menschlichen Tugenden, in denen wir zu echten Menschen reifen.

Eis

Im sommerlichen Höhepunkt soll das Jahr für jeden wenigstens kleine Atempausen bereit halten. Vor allem für jene, die gebunden sind durch andere Menschen, für die sie sorgen: Eine Fahrradtour am sonnigen Nachmittag, ein Bier auf der Terrasse, ein Eisschlecken im Elisengarten, ein Glas Wein im Garten, ein sorgenfreies Nickerchen im Liegestuhl.

Blumen

Für die Gemeindeleitung
Josef Voß

Nur ein paar Zahlen. Was zählt…?

Weltmeister
1954, 1974, 1990, 2014

In diesem Sommer ist ein Sommermärchen wahr geworden: Wir sind Weltmeister! Der 4. Stern! Nicht schlecht. Und wenn man den Medienrummel, die Spielergehälter, die Werbepräsenz, die Machenschaften der FIFA rund um dieses Großereignis betrachtete, konnte man meinen, es gäbe nichts Wichtigeres.

Aber 4 andere Zahlen stehen weltweit dieses Jahr noch über dem Fußball, der schönsten Nebensache der Welt:

1914, 1918, 1939, 1945

Wir denken an den Kriegsbeginn des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren und den Beginn des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren.

Insgesamt forderte der erste Weltkrieg rund 17.000.000 Menschenleben, im zweiten Weltkrieg kamen mindestens 56.000.000 Menschen ums Leben, über die Hälfte von ihnen Zivilisten. Für viele von uns unvorstellbares Leid, Tod, Verlust von Familienangehörigen, von allem Materiellen, Flucht, Todesangst.

Seit 1945 leben wir hier in Laurensberg, Richterich und Horbach nun in Frieden. Ein wie selbstverständlich angenommenes Geschenk, für das wir täglich dankbar sein sollten und um dessen Erhalt wir uns täglich bemühen müssen. So kann aus Erinnerung und Bedenken Zukunft werden.

Wenn uns dies auch weiterhin gelingt, bekommt die popmusikalische Hymne der Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro, „Ein Hoch auf uns” von Andreas Bourani, einen neuen Sinn:

„Denkt an die Tage, die hinter uns liegen, wie lang wir Freude und Tränen schon teilen. Hier geht jeder für jeden durchs Feuer, im Regen stehen wir niemals allein. Und solange unsere Herzen uns steuern wird das auch immer so sein. […]
Ein Hoch auf das, was uns vereint, auf diese Zeit
Ein Hoch auf uns, auf jetzt und ewig.” ¹

Für die Gemeindeleitung
Wolfgang Oellers


¹ Quelle: Andreas Bourani, „Auf uns”, Vertigo Records

Goldgräber

© CGinspiration - Fotolia.com

Die Goldene Jahreszeit beginnt wieder einmal: Die Blätter fallen und machen die Welt ein wenig bunter. Vielleicht sind uns auch noch ein paar goldene Sonnentage vergönnt.

Aber ist deswegen auch in unserem Leben, in unserem Alltag immer gleich alles so goldig, so eitel Sonnenschein wie draußen? Schule und Arbeit machen uns schon wieder urlaubsreif, und die wertvollen Momente, die uns ein solch wohliges Gefühl der Zufriedenheit schenken, übersehen wir oft: Ein unverhoffter Gruß, eine unerwartete Umarmung, ein schüchternes Lächeln...

Deshalb lade ich Sie ganz besonders in diesem Monat ein, zum „Goldgräber” zu werden:

Lege jeden Augenblick in die Waagschale,
um herauszufinden, wie kostbar er ist!

Mit diesem Motto können wir versuchen, das Goldene dieses Herbstes auch in unserem Leben und in unseren Herzen zu finden. Schauen wir genauer hin und suchen auch und gerade nach den kleinsten Goldkrumen. Da draußen wartet ein Goldschatz, der entdeckt werden will: Holen wir ihn uns!

Es braucht ein waches Auge und oft auch Geduld und Zuversicht, um Gold zu finden! All diese Gaben und Gottes Segen wünsche ich Ihnen bei der Schatzsuche, auch im Namen der Gemeindeleitung,

Ruth Quix

Mehr-Wert

In den Schulgottesdiensten erklären wir den Mädchen und Jungen immer wieder den „Mehr-Wert” des Teilens: Wer einen Schokoriegel teilt, hat zwar selber weniger Schokolade, aber einen weiteren Menschen glücklich gemacht – weil nun beide Schokolade naschen dürfen und weil es ein schönes Zeichen der Freundschaft ist.

Teilen können wir vieles.

Der Heilige Martin ist unser Vorbild des Teilens, ihn ehren wir im November besonders. Er hat mit dem Bettler seinen Mantel geteilt. Heute für uns kann dieser "Mantel" auch so heißen:
Zeit, Dank, Anerkennung, Trauer, Respekt, Achtung, Geld, Heimat, Akzeptanz – und natürlich auch Schokolade.

Schere

Sie wissen schon: Der „Mehr-Wert” macht es aus...

Angelo Scholly

Türen auf im Advent!

Tür Tür

Der Advent hat von jeher mit Türen zu tun. So wie die Türen, die wir von den Adventkalen-
dern für Kinder her kennen: hinter jeder Tür verbirgt sich eine Überraschung.

Gerade im Advent sollten wir jeden Tag eine Tür öffnen, durch die wir dann erwartungsvoll, zuversichtlich gehen, uns nicht einschließen, uns öffnen für den Aufbruch in Neues und Anderes.

Viele Türen (Tore) von Kirchen sind besonders groß und schön. Wenn wir sie öffnen und durchschreiten, erwarten wir, dass uns ein festlicher Raum aufnimmt und dass etwas geschieht, etwas mit uns geschieht.

Lasst uns in diesem Advent Türen aufmachen, Tore durchschreiten. Lasst uns dabei sein, wenn etwas geschieht, offen sein für Neues und Anderes. Lassen wir uns ein auf das, was uns hinter Türen und Toren erwartet.

Christiane Jürgens