Pfarre St. Laurentius

Erwachsenentaufe

Gespräche für Erwachsene, die sich taufen lassen wollen, - oder...
- "soll ich oder soll ich nicht?" -

Hier gibt es eine Antwort:

Taufen ja - vielleicht - aber wie?

In letzter Zeit kommt es wieder häufiger vor, dass Erwachsene um die Taufe bitten. Es sind häufig Ungetaufte aus den neuen Bundesländern, Aussiedler bzw. Russlanddeutsche, Einwanderer, Flüchtlinge und Asylbewerber oder auch Menschen aus unserem "nachchristlichen Milieu", deren Eltern sie nicht als Kinder haben taufen lassen.

Über verschiedene Wege (Freunde, Beruf, aber auch Sinnsuche oder persönliche Krisen) kommen sie mit dem christlichen Glauben in Berührung und manche werden neugierig. Mit ihren Fragen und evtl. der Bitte um die Taufe wenden sie sich an einen Priester, ein Pfarrbüro oder einen Katechumenatsbeauftragten (hauptamtlicher Taufebegleiter des Bistums). Da man Glauben am besten in Gemeinschaft lernt, ist es sinnvoll, dass sich dann eine sogenannte Katechumenatsgruppe (eine Gruppen die sich in der Vorbereitung zur Erwachsenen-Taufe befindet) bildet, die den oder auch mehrere Taufbewerber (Katechumenen) auf ihrem Weg begleitet. Die Gruppe besteht aus Katechumenen, Freunden oder Vertrauten, ehrenamtlichen Taufbegleitern und zumindest sporadisch einem hauptamtlichen Mitarbeiter der Gemeinde (Pfarrer oder Gemeindereferent).

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die die Katechumenatsgruppe begleiten, indem sie von ihrem Glauben erzählen, tragen so dazu bei, dass ein Taufbewerber den Glauben aus verschiedenen Blickwinkeln kennen lernt. Sie können auch die Treffen vorbereiten und die Leitung der Gruppe übernehmen, die offizielle Verbindung erfolgt jedoch über den oder die Katechumenatsbeauftragten.

Taufbegleiter

 

ERWACHSENE ZUR TAUFE BEGLEITEN
wollen (von links nach rechts) Hildegard Bayer (St Joh. Baptist Stolberg Vicht), Monika Millmann (St. Heinrich AC Horbach), Arno Jenemann (Fachbereich Katechese im GV), Catharina Klein (St. Martinus AC Richterich), Gisela Schwenzfeier (St. Petrus Baesweiler), Albert Müller (St. Mariä Himmelfahrt Stolberg), Maria Hermes (St. Laurentius Elmpt), Gisela Chlosta (St. Brigida Stolberg Venwegen), Friedrich Matzutt (St. Andreas Korschenbroich), Elfriede Corr (St. Philipp Neri Aachen).

Foto: Elfriede Corr

Dieses Vorgehen ist nicht neu; es orientiert sich an der Praxis der Urkirche, wo zu Beginn in der Regel Erwachsene zum Christentum bekehrt wurden und nach einem mindestens einjährigen Katechumenat (Vorbereitung für die Erwachsenentaufe) in der Osternacht getauft wurden. Entsprechend sollte der Weg auch heute in etwa einem Jahr entlang des Kirchenjahres gegangen werden, wobei die Feier der Zulassung am ersten Fastensonntag im Aachener Dom (darüber hat die Kirchenzeitung in den letzten beiden Jahren auch berichtet) einen weiteren Höhepunkt vor der eigentlichen Taufe durch den Priester in der Heimatpfarre darstellt. Wichtig ist noch festzustellen, dass der Weg nicht unbedingt in der Taufe enden muss. Der Taufbewerber hat jederzeit die Möglichkeit, den Weg abzubrechen oder zu unterbrechen, wenn er feststellt, dass das Christentum doch nicht oder noch nicht die Antwort auf seine Fragen gibt.

Da die Gespräche nicht nur mit den hauptamtlichen Taufbegleitern (Katechumenatsbeauftragten), sondern auch mit den ehrenamtlichen Taufbegleitern eine Vertrauensangelegenheit sind, treffen Sie bei den Taufbegleitern auf Personen, bei denen Ehrlichkeit, Offenheit, Vertrauen und Diskretion hoch im Kurs stehen. Die ehrenamtlichen Taufbegleiter können pfarrübergreifend eingesetzt werden, wenn die Entfernungen zum Taufwilligen (Katechumenen) für den jeweiligen Ehrenamtler zumutbar ist.

Ansprechpartner in der Pfarre